E-Scooter für Kinder: Wissenswertes zu Kauf und Gebrauch

E-Roller für Kinder - www.e-scooterswelt.de
E-Scooter gibt es auch für Kinder

E-Scooter erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit. Das gilt nicht nur für Erwachsene, die das Fortbewegen mit den vielseitigen Rollern dank des Elektroantriebs noch komfortabler gestalten möchte, sondern auch für Kinder. Der Gesetzgeber erlaubt das Teilnehmen am Straßenverkehr mit einem Elektroscooter ab einem Alter von 12 Jahren – auf Privatwegen und –Geländen dürfen aber auch schon die Kleinsten mit ihrem eigenen E-Scooter unterwegs sein. Was aber ist beim Kauf eines E-Scooter für Kinder zu beachten, und welche Sicherheitsvorkehrungen sind bei der Verwendung angebracht?

Was genau ist ein E-Scooter für Kinder?

Bei einem E-Scooter für Kinder handelt es sich auf den ersten Blick um einen gewöhnlichen Tretroller. Dieser wurde allerdings zusätzlich mit einem Motor ausgestattet, sodass das Fortbewegen auch ganz ohne Anschieben mit dem Fuß möglich ist. Selbstverständlich variieren die motorischen Fähigkeiten sowie die Ansprüche abhängig vom Alter des Nutzers sehr stark: Aus diesem Grund werden auf dem Markt sehr unterschiedliche Modelle angeboten, die sich an bestimmte Altersgruppen richten.

Elektroscooter für Kinder unter 12 Jahre

Kinder bis 12 Jahren dürfen mit dem E-Scooter nicht im Straßenverkehr unterwegs sein. Geeignete Modelle verfügen über vergleichsweise schwache Motoren, die nicht mehr als 150 Watt bringen. Damit beträgt die Reichweite des Akkus einige Kilometer bei einer Laufzeit von etwa 60 Minuten. Bereits für kleine Kinder ab drei Jahren gibt es entsprechende E-Scooter: Diese erkennt man an einem zusätzlichen Sitz, der für mehr Halt und Stabilität sorgt und auch die Sicherheit erhöht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt für die Kleinsten bei etwa 3 km/h – das klingt für erwachsene Ohren nicht viel, bereitet Kindergartenkindern aber bereits viel Freude.

E-Roller für Kinder über 12 Jahre

Anders sieht es bei einem Elektroroller für Kinder ab 12 Jahren aus. Seit April 2019 sind die Hersteller in der Pflicht, straßenverkehrstaugliche Modelle für diese Altersgruppe anzubieten. Diese erhalten dann eine Straßenzulassung und zeichnen sich dementsprechend auch durch eine höhere Leistung und Reichweite aus: Bis zu 500 Watt bringen die hier verbauten Motoren. Damit kann eine Strecke von bis zu 20 km zurückgelegt werden. Die Scooter riegeln die Geschwindigkeit automatisch bei 12 km/h ab. Die Nutzung auf Geh- und Radwegen ist erlaut; auf der Straße haben E-Scooter aber nach wie vor nichts zu suchen.

Fakten zu E-Scootern für jede Altersklasse:

• Elektroroller sind bereits für Kinder ab drei Jahren verfügbar
• Bis zu einem Alter von 12 Jahren gibt es keine Straßenzulassung
• Reichweite beträgt bis zu 20 km/h
• Motoren bringen eine Leistung zwischen 150 und 500 Watt
• Die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 3 und 12 km/h

Worauf sollte beim Kauf eines E-Scooters geachtet werden?

Beim Kauf eines Elektrorollers kommt es nicht nur darauf an, dass das Modell auch wirklich für das Kind und dessen Alter geeignet ist. Ein ausschlaggebender Faktor ist beispielsweise das Gewicht: Bringt der Scooter mehr als 15 kg auf die Waage, haben besonders kleinere Kinder es schwer, ihn bei Bedarf auch einmal kurz zu tragen (etwa dann, wenn der Akku leer ist oder Treppen bewältigt werden müssen). Viele E-Scooter wiegen nicht mehr als 10 kg und sind in diesem Zusammenhang eine bessere Wahl. Wer möchte, dass der Nachwuchs den Elektroroller auch in einem oder zwei Jahren noch benutzen kann, sollte darauf achten, dass der Lenker in der Höhe verstellbar ist. Die Kleinen wachsen naturgemäß sehr schnell, und eine höhenverstellbare Lenkstange kann individuell an die Körpergröße angepasst werden, wenn dies nötig ist.

Die Reifen tragen bei einem E-Scooter entscheidend zum Fahrkomfort bei. Besonders vorteilhaft haben sich in diesem Zusammenhang luftbefüllte Reifen im Vergleich zu herkömmlichen Vollgummireifen erwiesen. Der einzige Nachteil: Reifen mit Luftbefüllung können auch mal einen „Platten“ haben und müssen dann von Mama oder Papa gewechselt werden. Grundsätzlich gilt: Je breiter der Reifen, umso besser das Verhalten in leichtem Gelände und bei Unebenheiten auf der Strecke.

Letztendlich spielt auch das für den Rahmen verwendete Material eine entscheidende Rolle, wenn es um die Wahl des passenden E-Scooters geht. Modelle für die ganz Kleinen bestehen oftmals aus Plastik und Stahl, denn sie müssen noch keinen hohen Belastungen standhalten. Die meisten Scooter für größere Kinder oder Erwachsene werden dagegen aus Carbon oder, noch viel häufiger, aus Aluminium gefertigt. Letzteres hat den Vorteil, dass es sehr robust ausfällt und sich gleichzeitig durch ein geringes Gewicht auszeichnet.

Relevante Faktoren bei der Kaufentscheidung:

• Gewicht (wenn möglich unter 15 kg)
• Reifen (luftbefüllte breite Reifen bieten hohen Komfort)
• Material (Aluminium ist robust und leicht)
• Verstellbare Lenkstange (Scooter „wächst mit“)

E-Roller für Kinder: Sicherheit wird groß geschrieben!

In erster Linie soll das Fahren mit dem E-Scooter Spaß machen. Gerade aus Elternsicht ist aber auch das Thema Sicherheit nicht zu vernachlässigen. Bereits beim Kauf des Rollers sollte darauf geachtet werden, dass das Modell den gängigen Sicherheitskriterien entspricht. Darüber geben etwa Siegel von TÜV Auskunft. Soll der E-Roller im Straßenverkehr genutzt werden, muss er umso mehr auf Herz und Nieren geprüft worden sein, bevor es losgeht. Hier sind unter anderem auch zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen Pflicht. Aber auch E-Scooter, die nur auf privatem Gelände genutzt werden, sollten hochwertige Bremsen besitzen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Eine Helmpflicht für das Fahren mit dem E-Scooter gibt es in Deutschland übrigens nicht. Dennoch sollten Eltern darauf achten, dass ihr Nachwuchs immer nur mit einem entsprechend geeigneten und geprüften Helm unterwegs ist. Ähnlich wie beim Radfahren kann es schnell zu einem Sturz kommen: Potenziell schwere Kopfverletzungen lassen sich mit einem Helm zuverlässig vermeiden.
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